Konkret bedeutet das: Die Landeslizenz für das Diagnose- und Förderprogramm, das in Rheinland-Pfalz seit 2020 im Einsatz ist, wird um zwei Jahre bis zum Ende des Schuljahres 2027/2028 verlängert – mit einer Option auf zwei weitere Schuljahre. Das Lernsystem steht allen Schulen im Land kostenlos über die zentrale Plattform Bildungsportal RLP zur Verfügung. Schon jetzt zeigt sich ein großes und wachsendes Interesse an Bettermarks ab: Innerhalb des letzten Jahres haben sich die Nutzungszahlen bei Schülerinnen und Schüler um 37Prozent bei Lehrkräften sogar um 46 Prozent erhöht. Aktuell sind rund 2.300 Lehrkräfte und 66.000 Schülerinnen und Schüler in der Anwendung aktiv.
„Der jüngste IQB-Bildungstrend hat deutlich gezeigt, dass wir bei den Basiskompetenzen in Mathematik anpacken müssen“, erläuterte Minister Teuber. „Mit der Lizenzverlängerung setzen wir auf ein bewährtes Werkzeug, das sich den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anpasst, Ihnen anschauliche Aufgaben auf ihrem jeweiligen Leistungsstand stellt und die Lehrkräfte mit Daten sowie passgenauen Vorschlägen für den weiteren Lernweg unterstützt. Es bietet also einen großen pädagogischen Mehrwert – und für die Kinder ist die Arbeit mit dem Programm sehr motivierend.“
Bettermarks kann von der 4. bis zur 13. Klasse eingesetzt werden und aus einem Pool von derzeit 400 Tafelbildern und 2.300 adaptiven Übungsreihen mit über 200.000 Aufgaben kann für jede Schülerin und jeden Schüler ein passendes Paket zusammengestellt werden, um das Grundverständnis von Mathematik zu erleichtern und Wissenslücken zu schließen. Die Ergebnisse werden durch die Plattform automatisiert ausgewertet, typische Fehlermuster erkannt und mit passgenauen Hinweisen oder gestuften Hilfen beantwortet. Lernende erhalten dadurch ein hochwertiges Feedback, das ihre Denkprozesse anregt und Fehlvorstellungen korrigiert. So bleibt den Lehrkräften mehr Zeit zur individuellen Förderung bzw. zur Planung weiterer Unterrichtseinheiten. In Rheinland-Pfalz wurden zudem zusammen mit Bettermarks spezielle Jahreseingangstests programmiert, die auf den Lehrplan abgestimmt sind und es Lehrkräften erlauben, in einer neuen Lerngruppe schnell den Wissensstand zu ermitteln.
„Die positiven Rückmeldungen der Lehrkräfte bestätigen uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg hin zu einer datengestützten Unterrichtsentwicklung sind“, sagte Teuber. „Deshalb sind die etwas mehr als zwei Millionen Euro für die Lizenzverlängerung gut angelegtes Geld.“
