Hubig/Schmitt/Alt: Gemeinsam machen wir Rheinland-Pfalz zum starken MINT-Land

Schnelltests, Vakzine, Apps und Modellrechnungen: Nicht erst seit dem Beginn der Corona-Pandemie wissen wir, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik Disziplinen und Handlungsfelder sind, für die wir engagierte und hervorragend ausgebildete Fachkräfte brauchen. Deshalb hat das Bildungsministerium im Rahmen seiner MINT-Strategie in Kooperation mit dem Wirtschafts- und dem Wissenschaftsministerium 2018 den Förderwettbewerb MINT-Regionen auf den Weg gebracht. Am Mittwochnachmittag haben Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt und Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Denis Alt gemeinsam eine Bilanz zur Entwicklung der MINT-Regionen gezogen und mit Vertreterinnen von MINT-Regionen diskutiert. Dabei waren sich alle einig: „Von der konsequenten Förderung der MINT-Regionen profitieren Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen. Gemeinsam machen wir Rheinland-Pfalz zum starken MINT-Land.“

„Mittlerweile haben wir sechs MINT-Regionen, die mit mehr als 200 Kooperationspartnern aus Schulen, Kommunen, Hochschulen und Unternehmen in der Region zusammenarbeiten. Für unsere Schülerinnen und Schüler ist der Blick über den Tellerrand immens wichtig. Sie sollen lernen, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik spannende Fächer sind, mit denen wir ganz konkrete Aufgaben der Zukunft angehen können. Deshalb beginnt die MINT-Förderung in Rheinland-Pfalz bereits ganz spielerisch in der Kita, wenn die Kinder etwa lernen, wieso es regnet oder die Sonne scheint. In der Grundschule und in den weiterführenden Schulen sowie den berufsbildenden Schulen wird die MINT-Förderung dann konsequent weitergeführt. Von der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern profitieren die Kitas und Schulen in den MINT-Regionen vor Ort enorm“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Mit Blick auf die Bedeutung der MINT-Regionen und die Zusammenarbeit mit Unternehmen ergänzte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Daniela Schmitt: „Mit der Förderung unserer sechs MINT-Regionen vernetzen wir vor Ort Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen und heben so im Dreiklang die regionalen Potenziale. Wir wollen starke Regionen mit erfolgreichen Unternehmen, die spannende Ausbildungs- wie Arbeitsplätze anbieten. Mit der Förderung der MINT-Regionen halten wir die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Bildung im Land auf Erfolgskurs.“

Über 30 Unternehmen und Verbände haben in den ausgezeichneten MINT-Regionen Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. „Dies zeigt: Unsere Unternehmen in den Regionen arbeiten Hand in Hand mit Schulen und Hochschulen und unterstützen Projekte zur Ausbildung der jungen Menschen in MINT-Berufen. Die MINT-Projekte machen neugierig auf naturwissenschaftliche und technische Berufe und stärken damit den Fachkräftenachwuchs für den hoch innovativen Mittelstand im Land. MINT-Berufe bieten jungen Menschen zukunftsweisende, spannende Betätigungsfelder und hervorragende Karriereaussichten“, so Schmitt.

Die MINT-Strategie des Landes setzt bei den Kleinsten in der Kita an und macht es sich zur Aufgabe, entlang der gesamten Bildungskette bis hinein in die Hochschulen Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu interessieren. Auch den Hochschulen im Land kommt bei der MINT-Förderung eine hervorgehobene Bedeutung zu, so Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. „An unseren Hochschulen im Land ist die MINT-Kompetenz bereits seit vielen Jahren vorhanden. Wissen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist die Grundlage, für die Teilhabe an unserer Wissensgesellschaft, die von Innovation, Forschung und Technik geprägt ist. Deshalb wollen wir schon früh junge Menschen für MINT-Studiengänge begeistern und unterstützen hier zahlreiche Projekte an unseren Hochschulen. Insbesondere die Hochschulen mit MINT-Fächerspektrum kümmern sich intensiv um den MINT-Nachwuchs mit verschiedenen Coaching oder Mentoring-Angeboten sowie Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler“, erklärte Alt und betonte: „In der MINT-Kooperation mit dem Bildungs- und Wirtschaftsministerium transportieren wir die vorhandene Expertise unserer Hochschulen entlang der Bildungskette in die Regionen und tragen so die MINT-Förderung in die Fläche. Unsere Hochschulen sind Motoren der MINT-Regionen.“

Wie aber funktioniert eine MINT-Region und wovon konkret profitieren die Menschen vor Ort? Diese Fragen konnten Dr. Margit Theis-Scholz, Kulturdezernentin der Stadt Koblenz sowie Stefanie Deutsch, Mitarbeiterin im kommunalen Bildungsbüro in Neustadt an der Weinstraße aus erster Hand beantworten. Koblenz ist seit 2018 MINT-Region, Neustadt an der Weinstraße erhielt die Auszeichnung 2019.

„In Koblenz konnte seit 2018 ein umfangreiches Partnernetzwerk aus Schulen, Hochschulen, Stiftungen und Unternehmen der Region aufgebaut werden. Gemeinsam leisten wir einen Beitrag dazu, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für die MINT-Themen zu begeistern und die Motivation für Ausbildungs- und Studiengänge im MINT-Bereich zu fördern. Für die Förderung der Zielgruppe ist uns wichtig, die zahlreichen Angebote der Stadt Koblenz transparent und erlebbar zu machen, denn nur wenn der Zugang zu den Angeboten unserer Kooperationspartner niedrigschwellig ist, kann MINT das bewirken, was wir uns wünschen: Kinder und Jugendliche, die unsere wissenschaftliche Zukunft maßgeblich mitgestalten - unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Uns ist es daher ein Anliegen, Heranwachsende so früh wie möglich an den MINT-Bereich heranzuführen, um vorhandenes Interesse und Talent zu erkennen und fördern zu können“, erklärte Dr. Margit Theis-Scholz, Kulturdezernentin der Stadt Koblenz.

Stefanie Deutsch vom kommunalen Bildungsbüro aus Neustadt an der Weinstraße ergänzte: „Bei der Umsetzung unserer MINT-Strategie hat uns die MINT-Geschäftsstelle des Landes unterstützt. So können wir vor Ort Projekte umsetzen, die auch konkret gebraucht werden. Unsere engagierten MINT-Initiativen tauschen sich verstärkt aus und arbeiten inzwischen auch institutionsübergreifend zusammen.“

MINT-Region kann werden, wer beim seit 2018 jährlich stattfindenden Wettbewerb die Fachjury aus Expertinnen und Experten aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftungswesen sowie Vertreterinnen und Vertretern der fördernden Ministerien überzeugt. Die Siegerregionen erhalten für den Zeitraum von zwei Jahren jeweils 30.000 Euro durch das Wirtschaftsministerium. In gleicher Höhe finanzieren Wissenschafts- und Bildungsministerium die in Trier eingerichtete MINT-Geschäftsstelle, die die Regionen eng begleitet und berät. „Die MINT-Geschäftsstelle hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet, dafür danken wir ihrem Leiter Tim Thielen stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Hubig, Schmitt und Alt abschließend.